'Sexualität ist im Grunde so einfach wie essen und schlafen. Eigentlich dürfte die Sexualität behinderter Menschen kein Thema sein, das einer besonderen Diskussion bedarf.' (Ursula Eggli)
'Eigentlich dürfte...': Schon die Art, wie Ursula Eggli ihren Satz formuliert, macht deutlich: Sexualität und Behinderung ist ein Thema, das eigentlich gar keines sein dürfte, obwohl es etwas ganz Natürliches ist. Zwar hat sich in den letzten Jahren einiges bewegt. Doch ist die Sexualität mit vielfältigen Gefühlen und Wertvorstellungen verbunden - und belastet. Sexualität berührt Tabus und ist für alle Menschen - mit und ohne Behinderung - wichtig und auch schwierig.
insieme Schweiz hat das Thema aufgearbeitet. Das insieme-Dossier zu Sexualität und Zärtlichkeit 'Erklär mir Liebe...' versammelt in einem Ringordner konkrete Erfahrungen, vertiefende Analysen und wissenschaftliche Erkenntnisse sowohl aus der Sicht der Betroffenen als auch der Eltern und der Betreuenden. Die Texte ergänzen sich oder kontrastieren einander. Durch ihre unterschiedlichen Stile sprechen sie verschiedene Lesebedürfnisse an und eröffnen vielfältige Zugänge zum Thema.
'Sexualität und Zärtlichkeit' stehen für Offenheit gegenüber dem Thema und ist ein Votum gegen die Einengung und Reduktion der Sexualität von Menschen mit geistiger Behinderung auf belastende Problembereiche. Es wendet sich gegen die Einengung und Begrenzung geistig behinderter Menschen.
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