Wir bedanken uns bei Herrn Prof. Dr. C. Kind für die Bereitschaft, seine Empfehlungen zu medizinischen Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern mit Down-Syndrom auf unserer Webseite zu veröffentlichen.
St. Gallen, 17. Januar 2008
Prof. Dr. med. C. Kind
Chefarzt Pädiatrie
Ostschweizer Kinderspital
9006 St. Gallen
Kinder mit Down-Syndrom brauchen – noch mehr als andere Kinder – eine kontinuierliche, kompetente und einfühlsame medizinische Betreuung durch einen Kinderarzt oder einen in Kinderheilkunde sehr erfahrenen Hausarzt. Das für alle Kinder von der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie empfohlene Vorsorgeprogramm und die von der Schweizerischen Kommission für Impffragen empfohlenen Impfungen gelten auch für Kinder mit Down-Syndrom.
Daneben gibt es eine Anzahl Untersuchungen, die für Kinder mit Down-Syndrom zusätzlich empfohlen werden, da die gesuchten Störungen bei diesen Kindern besonders häufig sind oder ihre rechtzeitige Erfassung erschwert ist.
Das folgende Schema basiert im Wesentlichen auf den Richtlinien der amerikanischen Down-Syndrome Medical Interest Group von 1999.
Die amerikanischen Empfehlungen wurden in das Schweizerische Vorsorgeprogramm für alle Kinder integriert und in einigen Punkten etwas reduziert (z. B. Zahl der augen- und ohrenärztlichen Untersuchungen), bzw. umstrittene (Röntgenuntersuchung der Halswirbelsäule) Untersuchungen weggelassen.
Das folgende Schema ist ein Vorschlag des Autors, wie vorgegangen werden kann. Es ist nicht wichtig, dass der Terminablauf sklavisch eingehalten wird, sondern dass für jedes Kind vom behandelnden Arzt zusammen mit den Eltern der individuell passendste Rhythmus sinnvoller Untersuchungen gesucht wird.
Vorsorgemassnahmen in den ersten 2 Lebensjahren
Vorsorgemassnahmen ab dem Alter von 2 Jahren