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Seit einigen Jahren werden immer mehr Kinder mit Trisomie 21 in die Regelschulen integriert. Das Thema ist aktuell und brennt. Deshalb interessiert natürlich die Frage: Welche Erfahrungen wurden mit der schulischen Integration bis jetzt gemacht?
In vielen Kantonen ist die schulische Integration unterdessen gesetzlich verankert. Doch oft bedeutet das lediglich die Integration von lernbehinderten Kindern. Die Aufnahme unserer Trisomie 21- Kinder ist vielerorts immer noch weitgehend vom Goodwill der Schule und Behörde abhängig. Schön, dass es viele gelungene Beispiele von Integrationen gibt: Sie öffnen die Türen für die kommenden Kinder.
Brennender Wunsch für die Zukunft unserer Kinder ist, dass sie eine Arbeit ausüben dürfen, die sie wählen konnten und die ihnen Freude macht. Dass sie gute Freunde und Bekannte haben; sich möglichst «normal» benehmen und von der Gesellschaft voll akzeptiert sind. Rückt eine erfolgreiche schulische Integration dieses Ziel ein Stückchen näher?
Und natürlich stellt sich die Frage: Warum sich engagiert für die schulische Integration einsetzen, wenn in der Arbeitswelt die berufliche Integration (noch) kaum ein Thema ist? Die Lehrstellensuche kann schon für Sekundarschüler schwierig sein ‐ welche Möglichkeiten stehen dann erst unseren Kindern offen? Dazu noch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie wir sie jetzt haben? Nischenarbeitsplätze in der freien Wirtschaft sind rar; wird es in Zukunft mehr davon geben? Sicher ist: Da gibt es noch einiges zu tun!
Politischer oder fachlicher Einsatz ist nicht jedermanns oder jederfraus Sache. Doch können wir die Integration auch im Privaten leben: Beziehungen zu behinderten Menschen pflegen Herz und Haus öffnen, oder auch nur Zeit haben für einen Schwatz vor dem Kiosk... Denn Gesetze können noch so gut sein; schlussendlich steht oder fällt jede Integration mit der Herzenshaltung der Umgebung.
Zugegeben: Die Gesetze helfen der Herzenshaltung manchmal ein bisschen auf die Sprünge. Deshalb ist es gut, die schulische Integration gesetzlich vorzusehen. Fazit?
Es gibt in uns drin und um uns herum noch viele Betätigungsfelder zur Förde rung der Integration. Packen wir es an!
Viele freundliche Grüsse
Beata Beer