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Die frühe Heilpädagogische Früherziehung bei Kindern mit Down Syndrom


Wir danken Marianne Steinlin Hotz für diesen Artikel!

Jede Geburt eines Kindes verändert das Leben der Eltern grundlegend.
Bei der Geburt eines Kindes mit Down Syndrom tauchen unterschiedlichste Gefühle, Unsicherheiten und Fragen auf.

Den Kontakt mit der heilpädagogischen FrüherzieherIn können die Eltern direkt nach der Geburt ihres Kindes mit Down Syndrom aufnehmen, um die ersten auftauchenden Fragen und Ängste zur Behinderung zu besprechen.
Mögliche Fragen sind:

  • Wie gestalten wir Eltern die Geburtsanzeige?
  • Wem und wie teilen wir die Diagnose mit?
  • Wie sieht die nächste Zukunft mit unserm Kind mit Down Syndrom aus?
  • Wie sieht das Leben mit unserm Kind mit Down Syndrom aus?
  • Welche Förder-und Schulungsmöglichkeiten sind sinnvoll?
  • Was können wir als Eltern zur Entwicklungsförderung beitragen?

Die FrüherzieherIn versucht auf die sehr unterschiedlichen Fragen der Eltern empathisch einzugehen und sie zu beantworten. Sie begleitet sie in ihrer ersten Auseinandersetzung und Trauer über die Geburt eines Kindes mit Down Syndrom und sucht gemeinsam mit ihnen Wege, wie sie ihren Alltag gestalten können. Die FrüherzieherIn verweist auf die unterschiedlichen und individuellen Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern mit Down Syndrom und zeigt die speziellen Bedürfnisse dieser Kinder auf.

Für die Unterstützung folgender Aufgaben besucht die FrüherzieherIn die Familien mit ihrem neugeborenen Kind mit Down Syndrom zu Hause:

  • Die Gestaltung der Umgebung des Säuglings ( Bettchen, Wickeltisch, Babysitter etc), damit das Kind mit seinen verschiedenen Sinnen angeregt und aktiviert wird
  • Die Integration entwicklungsfördernder Bewegungen in die täglich wiederkehrenden Handlungen mit dem Kind (Baden, Wickeln, Körperpflege, An -und Auskleiden, Aufheben, Tragen)
  • Das Beobachten der Eigenaktivitäten des Kindes, Ideen entwickeln, wie diese spielerisch im Alltag weiterentwickelt und ausgebaut werden können.
  • Das Beobachten der Fähigkeiten und Eigenheiten und Bedürfnisse des Kindes, welche sehr oft familienspezifisch sind.
  • Das Festigen von schon erworbenen Entwicklungsschritten.
  • Das Anbahnen von neuen Entwicklungsschritten in den verschiedenen Entwicklungsbereichen (Bewegung, Sinne, Wahrnehmung, Kognition, Selbständigkeit, Gefühle)

Die FrüherzieherIn arbeitet nach dem Modell der kooperativen Pädagogik und des Empowermentansatzes: Es ist ihr/ihm wichtig, die Ressourcen der Familie und des Kindes aufzusuchen, zu aktivieren und zu unterstützen. Gemeinsam suchen die FrüherzieherIn und die Eltern Ideen und Wege, um die Entwicklung und das Leben mit dem Kind mit Down Syndrom sinn- und freudvoll zu gestalten und zu begleiten.

Marianne Steinlin Hotz
Freiberuflich tätige Früherzieherin
BVF Mitglied

 

 

Früherzieherinnen finden:

BVF - Berufsverband der Früherzieherinnen und Früherzieher

Stiftung RGZ - Früherziehung Raum Zürich

Roman mit seiner Heilpädagogin
Diese Seite wurde letztmals geändert am 27.03.2008