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...einige Gedanken zum voraus ...


Liebe Leserin und lieber Leser,

Vielleicht haben Sie sich gerade vor dem Computer niedergelassen, eine Tasse Kaffee neben sich.

Sie wollten mal bei insieme21 reinschauen, um sich, unter anderem, über verschiedene Therapiemöglichkeiten ins Bild zu setzen.
Der Kaffee schmeckt plötzlich nicht mehr so gut. Sie spüren wieder den Druck: Das Gefühl, nicht genug für Ihr behindertes Kind zu tun, eigentlich sollten Sie jetzt nicht hier sitzen, sondern das Kind fördern...

Viele unter uns kennen solche Gefühle. Sie können nagen und uns zeitweise die Freude am Schätzchen vergällen. Es wird in unserem Hinterkopf zu einem Wesen, das ständig Ansprüche an uns stellt, die wir aus bestimmten oder unbestimmten Gründen nicht erfüllen können oder nicht erfüllen wollen. Unser Kind mit Down-Syndrom stellt keine Forderungen an uns bezüglich irgendeiner Therapie. Es möchte ganz einfach das Leben mit uns teilen. Dabei sind wir längst nicht immer die Gebenden. Gerade eben hat meine kleine Tochter meinen Rücken sachte gestreichelt und dabei gesungen. Das tut gut. Und wie ich ihr jetzt ins Gesicht schaue, strahlt sie: Sie konnte mir etwas geben.

Vielleicht möchten Sie an der momentanen Situation Ihres Kindes etwas ändern und sind auf der Suche nach einer geeigneten Therapie. Es kann auch sein, dass Sie mit ihrer momentanen Situation zufrieden sind oder sich zufriedengeben müssen, weil Sie abgelegen wohnen und das Therapieangebot klein ist.

Meine Kleine hat unterdessen den Computer aufgestartet und spielt "Schiffe bauen mit Willi Werkel". Ohne Zweifel auch eine Art Therapie, nicht zu unterschätzen...

Und Sie, liebe Leserin / lieber Leser, geniessen Sie ihren Kaffee!

Louis
Diese Seite wurde letztmals geändert am 27.03.2008