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Down-Syndrom und Autismus


Im deutschen Sprachraum weiss man wenig bis gar nichts über Down-Syndrom und autistische Störungen. Medizinische Fachleute, FrüherzieherInnen, TherapeutInnen, heilpädagogische LehrerInnen haben wenig oder keine Kenntnis, dass diese Doppeldiagnose existiert.

Beim folgenden Beitrag handelt es sich um die leicht überarbeitete Fassung eines Impulsreferates von Dr. Barbara Jeltsch-Schudel, Heilpädagogisches Institut der Universität Freiburg (CH) und Andrea Kühne, EDSA Schweiz, am Kongress "...alle Kinder alles lehren!" - Perspektiven der Erziehung und Bildung von Schülerinnen und Schülern mit schwerer und mehrfacher Behinderung - vom 26.-28. September 2002 in Heidelberg.

Es gibt wenig Literatur oder Studien über die doppelte Diagnose Down Syndrom und Autismus. Vielmehr nahm man noch vor nicht sehr langer Zeit an, dass diese beiden Diagnosen nicht zusammen auftreten könnten. Man erzählte Eltern, dass ihr Kind mit Down Syndrom geistig schwerst beeinträchtigt war, ohne nach einer Ursache zu suchen. Heute hat die Medizin erkannt, dass auch bei Menschen mit Down Syndrom tief greifende Entwicklungsstörungen, wie Autismus oder Zwangsneurosen, vorkommen können. Weil diese Erkenntnisse für Fachleute aus dem medizinischen und pädagogischen Bereich noch relativ neu sind, weiss man erst wenig über Kinder und Erwachsene mit dieser doppelten Diagnose. Im Kennedy Krieger Institut werden seit einigen Jahren Daten zu dieser Thematik gesammelt. Erste Ergebnisse werden in diesem Artikel dargelegt.

Fabio
Diese Seite wurde letztmals geändert am 22.09.2011