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2013/1: Gesundheit


Inhaltsverzeichnis

Gesundheit

  • Erinnerungen eines Kinderarztes - 40 Jahre Erfahrung
  • Nik: Lebensfreude pur - Trotz schwierigem Start
  • Bauchgefühl - Manchmal lohnt es sich, hartnäckig zu sein
  • Physiotherapie als Gesundheitsprävention mit positiven Nebeneffekten - Das macht Spass
  • Homöopathie bei Kindern mit Trisomie 21
  • Yoga for the special child - Passend für Kinder mit DS
  • Entwicklungs-Zentren für Menschen mit D.-S. - Vielleicht bald auch in der Schweiz?
  • Alternative Therapien - Tipps einer Heilpraktikerin


Aktuell

  • insieme 21 aktuell - Was läuft im Verein?
  • Weiteres rund ums Down-Syndrom - Achtung – Fertig – Looooooos!
  • Promis - Jamie Foxx, Schauspieler
  • Hier schreibt Damian - Am Casting von «Zürich Tanzt 2013»
  • Veranstaltungen - Ausgeh-Tipps
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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Es war wohl noch nie so einfach und problemlos mit dem Down-Syndrom zu leben wie heute. Die Medizin hat grosse Fortschritte gemacht, und auch schwere Herzfehler können heute meist repariert werden. Krankengymnastik hilft den schlaffen Muskeln auf die Sprünge, für andere gesundheitliche Probleme stehen Medikamente zur Verfügung, zusätzlich haben wir Zugriff auf eine Vielzahl von Therapien.

Bei Sprachproblemen stehen Spezialisten bereit. Wir kennen Programme fürs Lesen, für die Mathematik, fürs Schreiben. Lernprogramme auf Computern helfen bei der kognitiven Entwicklung. Traumreisen, Meditation, Qui Gong und Yoga werden mit positiver Wirkung eingesetzt. Es gibt natürlich viele weitere Möglichkeiten, wie wir das Leben von Menschen mit Down-Syndrom verbessern können.

Noch nicht lange ist es her, da war die Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom sehr niedrig, die Institutionalisierung die Regel. Heute führt eine ausgeklügelte Pränatale Diagnostik dazu, dass das Leben eines Kindes mit Down-Syndrom schon vor der Geburt oft beendet wird. Dies ist eigentlich nicht nachvollziehbar, da die vielen positiven Seiten, die das Zusammenleben mit einer kleinen Persönlichkeit mit Down-Syndrom mit sich bringt, bekannt sind.

Administrative Hürden und Diskrimination sind jedoch noch reichlich vorhanden. Schon wenige Verbesserungen könnten unser Leben und das Leben unserer Kinder vereinfachen und verbessern. Noch immer hat das Down-Syndrom den Status eines Geburtsgebrechens nicht erhalten. Das führtzu Rechtsunsicherheiten und Ungleichbehandlungen. Für die Schulung unserer Kinder sind seit der Einführung der Neugestaltung des Finanzausgleichs (NFA) die Kantone zuständig. So kommt es, dass in einigen Kantonen Kinder mit Down-Syndrom fast schon problemlos in Regelschulen gehen, in anderen Kantonen wird ihnen aber der Zutritt kategorisch verwehrt, Uraltstudien und Vorurteile werden da schon einmal aus dem Mottenschrank herausgeholt, um dies zu begründen. Eine Grossbaustelle ist auch die Berufsbildung unserer Kinder.

Viele Länder kennen Kompetenzzentren für Down-Syndrom. In diesen meist einem Universitäts-Spital angegliederten Beratungsstellen gibt es speziell geschultes Personal, welches über medizinische, entwicklungsbezogeneund rechtliche Fragen Auskunft gibt. Eine kontinuierliche Betreuung und Beratung in speziellen Zentren hat sich im nahen und fernen Ausland bewährt. Ein Down-Syndrom-Kompetenzzentrum in der Schweiz wäre wünschenswert.

Mein Traum ist es, an dieser Stelle von gefallenen Schranken berichten zu können. Arbeiten wir alle daran, damit auch in der Schweiz die Furcht vor dem Down-Syndrom noch weiter abnimmt.

Ich wünsche Euch einen schönen Frühling.
Ursula Bolliger Bright

Kim
Diese Seite wurde letztmals geändert am 06.05.2013