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2004/2: Therapien


Inhaltsverzeichnis

Hauptthema

  • Therapien für Kinder mit Down-Syndrom – ein unübersichtliches Riesenangebot?
  • Die Tomatis-Methode
  • Audio-Psycho-Phonologie)
  • GIGER MD®-Therapie oder Koordinationsdynamik-Therapie
  • Feldenkrais für Kinder
  • Vitalstofftherapie
  • Homöopathie
  • Der Spiel- und Psychotherapeutische Kinderdienst und Forschungsprojekt (SPKD) in Zürich Therapiebeschrieb 2003
  • Musik: Kunst, Freude und Therapie
  • Schmieri – Salbi – Chind: Therapien im Alltag
  • Das Leben mit meinem Bruder Haris
  • Adressen zu allen Therapien dieser Ausgabe

Varia

  • Daniel Burri
  • Neue Homepage
  • Mitwirkende für das Redaktionsteam gesucht

Editorial

Liebe Eltern
liebe Leserin, lieber Leser

Vielleicht haben Sie sich gerade, nach viel getaner Arbeit, endlich, mit einer Tasse feinem Kaffee gemütlich hingesetzt. Sie halten das neueste "aktuell 21" in der Hand und möchten mal reinschauen. Thema: Therapien. Naja. Der Kaffee schmeckt plötzlich nicht mehr so gut. Sie spüren wieder den Druck: Das Gefühl, nicht genug für Ihr behindertes Kind zu tun, eigentlich sollten Sie jetzt nicht hier sitzen, sondern das Kind fördern….

Viele unter uns kennen solche Gefühle. Sie können nagen und uns zeitweise die Freude am Schätzchen vergällen. Es wird in unserem Hinterkopf zu einem Wesen, das ständig Ansprüche an uns stellt, die wir aus bestimmten oder unbestimmten Gründen nicht erfüllen können oder nicht erfüllen wollen.

Unser Kind mit Down-Syndrom stellt keine Forderungen an uns bezüglich irgendeiner Therapie. Es möchte ganz einfach das Leben mit uns teilen. Dabei sind wir längst nicht immer die Gebenden. Gerade eben hat meine kleine Tochter meinen Rücken sachte gestreichelt und dabei gesungen. Das tut gut. Und wie ich ihr jetzt ins Gesicht schaue, strahlt sie: Sie konnte mir etwas geben.

In diesem "aktuell 21" wird ein bunter Strauss ganz verschiedener Therapien vorgestellt. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht bei den üblichen, sondern bei weniger bekannten Therapien.

Der Zweck dieses Heftes besteht jedoch nicht darin, Sie mit möglichst vielen Therapievorschlägen zu stressen. Wir möchten Ihnen einfach Informationen bieten.

Vielleicht möchten Sie an der momentanen Situation Ihres Kindes etwas ändern und sind auf der Suche nach einer geeigneten Therapie.
Es kann auch sein, dass Sie mit ihrer momentanen Situation zufrieden sind oder sich zufrieden geben müssen, weil Sie abgelegen wohnen und weit und breit keine "alternativen Therapien" angeboten werden, die ihnen sympathisch und mit vernünftigem Aufwand für Sie erreichbar sind.
Wie auch immer, ich hoffe, dass Ihnen die gebotenen Informationen dienen werden.
Sei es, um sich klar zu werden, was Sie gut finden und ob Sie etwas anpacken wollen. Oder sei es, dass Sie sich nach kritischer Überlegung gegen eine Therapie entscheiden: Eine bewusste Entscheidung nimmt den Druck und gibt neuen Boden unter die Füsse.

Meine Kleine hat unterdessen den Computer aufgestartet und spielt "Schiffe bauen mit Willi Werkel". Ohne Zweifel auch eine Art Therapie, nicht zu unterschätzen...

Und Sie, liebe Leserin, geniessen Sie ihren Kaffee!
Freundlich grüsst

Beata Beer

Titelbild aktuell21
Diese Seite wurde letztmals geändert am 24.03.2008