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2003/2: Spiritualität


Inhaltsverzeichnis

Hauptthema

  • Grundgedanken
  • Warum Religionsunterricht?
  • Religionsunterricht an der HPS St. Gallen
  • Perspektive der Kirchgemeinde
  • Integriert in einer Freikirche – Lene Egeland
  • Behinderte leben!
  • Christians Konfirmation
  • Erstkommunion und weiter
  • So erlebe ich meine Welt
  • Brücken zu den "Normalen"

Varia

  • Leserbrief
  • Windelkosten
  • Begegnungstage – Mein Tag mit Pascal
  • Neuerscheinungen
  • Vorschau
  • Verein Beratung u. Information
  • zu pränataler Diagnostik
  • Neue Broschüre
  • Bestellung Adventskalender
  • Anmeldung: Seminar

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Im Alltag sind wir uns oft gar nicht bewusst, wie sehr unsere kulturellen Wurzeln im Christentum begründet sind, sei es in der Geschichte, Kunst, Literatur oder Politik. Auch die Heilpädagogik wurde und wird stark durch die christliche Tradition beeinflusst.

Religion und Kirche sind zwei verschiedene Dinge.
Nicht wenige haben heute der Kirche den Rücken gekehrt und sich auf den Weg gemacht, ihre individuelle Religiosität zu entdecken.
Auch in der Geschichte kann man Religion und Kirche nicht gleichsetzen. So haben die christlichen Institutionen jahrhundertelang die Ausgrenzung von Randgruppen aufgrund ihrer geringeren sozialen Brauchbarkeit" praktiziert und mit einem strafenden Gottesbild zementiert. Andererseits waren es gerade fromme Frauen und Männer, die sich an Jesu Vorbild und am Urchristentum orientierten und den behinderten Menschen als hilfsbedürftigen Mitmenschen entdeckten. Durch ihren Glauben setzten sie entscheidende Impulse für die neuzeitliche Behindertenarbeit.

"Ein Behinderter mag ein verhinderter Rollenträger in der Leistungsgesellschaft sein, aber kein verhinderter Mensch". (A.-K. Szagun)

Der Leitsatz dieser Ausgabe liegt in der festen Überzeugung begründet, dass auch geistig behinderte Menschen Religionsfreiheit besitzen. Die Andersartigkeit darf ihnen nicht ihre Spiritualität vorenthalten. Es stellen sich folgende Fragen:

  • Können Menschen mit einer geistigen Behinderung ihre Religiosität entdecken und leben?
  • Welche Rolle spielt die Einstellung der Eltern und des näheren Umfelds?
  • Welchen Platz behalten die Kirchen heute dem Menschen mit Down-Syndrom vor?

Persönliche Antworten auf diese und andere Fragen wünscht Ihnen
Ihre

Nora Junod

Titelbild aktuell21
Diese Seite wurde letztmals geändert am 24.03.2008