Liebe Eltern
liebe Leserin, lieber Leser
Sexualität gehört zum Menschsein und endlich wird sie auch geistig behinderten Menschen zugestanden. Auch Menschen mit Down Syndrom haben ein Anrecht darauf, ihre Sexualität zu entdecken und zu leben.
Wir Eltern stehen in dieser Entwicklung den Betroffenen sehr nahe. Wie sollen wir uns verhalten? Wie wollen wir fördern, was dürfen wir noch tolerieren und wo sollen wir wie eingreifen?
Welche Rolle spielen die Lehrerinnen und Lehrer? Wie werden unsere Jugendlichen in der Schule aufgeklärt? Welche Kultur herrscht in den Heimen? Welche Erfahrungen können – oder müssen – die erwachsenen Menschen mit Down Syndrom machen?
Der Umgang mit diesem intimen Bereich wirft ein helles Licht auf die persönliche Einstellung nicht nur der Eltern, sondern aller Beteiligten aus dem Umfeld. Jeder muss bereit sein, sich selber immer wieder zu hinterfragen.
In dieser Ausgabe können wir unmöglich alle Fragen beantworten oder auf alle Problemkreise eingehen. Wir hoffen trotzdem, dass Sie die eine oder die andere Antwort finden. Mögen Sie durch das "aktuell21" in Ihrem Mut gestärkt werden, sich auch über dieses heikle Thema auszutauschen, bei Fragen nachzuhaken und bei Problemen die Dinge beim Namen zu nennen.
Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Ihre
Nora Junod