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Liebe Leserin, lieber Leser
Was für Rechte haben Menschen mit Down Syndrom und ihre Angehörigen? Was sollte aus rechtlicher Sicht beachtet werden, wenn es um Fragen von Geburt, Bildung, Arbeit, Gesundheit oder Tod geht?
Das vorliegende Heft greift einige dieser Fragen auf. In mehreren Fällen können zwar allgemeine Überlegungen über die juristische Situation angestellt werden, oft lautet die Empfehlung aber, sich für konkrete Fälle an Fachpersonen zu wenden.
Ebenfalls aufgegriffen werden andere rechtliche Themen wie etwa das Recht, überhaupt geboren zu werden, das Ungeborenen mit der Diagnose Trisomie 21 in der Regel nicht zugestanden wird. Die Lektüre animiert vielleicht die eine oder andere Person, sich für die Fachtagung «Recht», die von Insieme 21 am 5. November 2011 in Zürich durchgeführt wird, anzumelden, um das Thema zu vertiefen. Weiter hinten im Heft finden sich Details zur Tagung, sowie ein Anmeldetalon.
Sicher haben Sie schon bemerkt, dass nicht mehr Beata Beer und ihre Tochter Damaris Sie von der linken oberen Ecke aus begrüssen, sondern dass da neue Gesichter aufgetaucht sind.
Nach sieben Jahren als Chefredaktorin hat Beata in diesem Frühling das Amt an mich übergeben. Ich freue mich sehr über meine neue Aufgabe und hoffe, dass wir vom Redaktionsteam weiterhin aktuelle und spannende Hefte produzieren, die eine Fülle von Themen rund um das Leben mit Down Syndrom abdecken. Seit meiner frühen Kindheit lebe ich mit Menschen mit Trisomie 21. Meine jüngere Schwester hat das Down Syndrom und 2008 bin ich selber Mutter einer Tochter mit dem zusätzlichen Chromosom geworden. Die Geburt meiner Tochter Lilian hat mich in der Überzeugung bestärkt, dass Leben Vielfalt bedeutet und dass viel mehr «normal» ist, als gemeinhin angenommen wird.
Bei der Arbeit für «Aktuell 21» und im Vorstand von Insieme 21 möchte ich parteiisch für betroffene Menschen und ihre Angehörigen sein. Ich finde es wichtig, sich auszutauschen und zu informieren und möchte etwas dazu beitragen, dass Plattformen existieren, wo Betroffene, Angehörige, Fachpersonen und Interessierte miteinander ins Gespräch kommen.
Herzlich grüsst Sie
Doris Lüthi