Liebe Eltern
liebe Leserin, lieber Leser
Es ist gut, wenn sich Eltern in der Erziehung ihrer Kinder nicht alleingelassen fühlen. Meistens erleben sie es als befreiend, wenn sie sich austauschen und sich im Gespräch - bei Fragen und Problemen mit dem Nachwuchs - öffnen können. Moralische Unterstützung allein genügt leider häufig nicht. Konkrete und praktische Hilfe ist gefragt. Doch wer bietet den Eltern diesen Rückhalt? Trotz aller Freunde, Nachbarinnen und Verwandten greifen viele Eltern auf ihre Eltern zurück, auf die älteren Eltern, auf die Grosseltern ihrer Kinder.
Die Bedeutung der Grosseltern sowohl für Kinder als auch für Eltern kann nicht genug betont werden. Aber auch die Grosseltern erwarten freudig die übernächste Generation: Durch die Elternschaft ihrer Kinder bekommen sie die erneute Chance junges Leben heranwachsen und sich entfalten zu sehen. Sie erleben, dass sie in den Grosskindern "weiterleben" und dass sie gebraucht werden.
So erstaunt es nicht, wenn die Grosseltern nach der Geburt ihres Enkelkindes mit Down-Syndrom am Schicksal intensiv Anteil haben und direkt betroffen sind. Sie machen sich Sorgen um das Grosskind, um die Eltern, um die ganze Familie. In dieser Nummer haben auch sie das Wort.
Herzlich Ihre
Nora Junod