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2009/2: Verhalten und Erziehung


Inhaltsverzeichnis

  • Neele Anika Gohlke
  • Barbara Jeltsch-Schudel, stur und bockig?
  • Alltag, Bernadette Gerber
  • Kathleen Feeley/Emily Jones, Strategien
  • Grenzen, Barbara Camenzind
  • Mireille, Lucie Bernois-Schaub
  • Die Sprache über uns und über sie
  • Promis
  • Pias Seite
  • Kolumne, Dom’nich Bech
  • Die Idee: Seifenblasen
  • JA zur IV-Zusatzfinanizierung
  • Kalender von Conny Wenk
  • Musiktherapie
  • Rückblick erste Filmnacht
  • Stiftung Tosam
  • T21 Afghan und Facebook-Projekte
  • Varia
  • Aus dem Vorstand

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Editorial

Wir fuhren zu irgendeiner «Insieme21»-Veranstaltung. Wir das waren meine Kollegin Barbara und ich. Sie hatte zuvor gerade einen Töpfer-Kurs für Behinderte und Nicht-Behinderte gegeben und berichtete von ihren Erfahrungen.

«Da heisst es doch immer, Menschen mit Down-Syndrom seien so sozial. Von dem merke ich in den Kursennicht viel. Meist reden sie vor allem von sich selbst und hören den anderen gar nicht richtig zu», sagte sie.

So kamen wir natürlich ins Diskutieren: Sind Menschen mit Down-Syndrom sozialer als andere? Oder ist das bloss ein Klischee? Gibt es «typische» Verhaltensformen beim Down-Syndrom? Positive? Störende? Behindernde? Was kann Erziehung zum Verhalten beitragen? Welche Haltungen und Massnahmen fördern die guten Seiten unserer Kinder?

Diese Frage stellt sich natürlich nicht nur bei behinderten Kindern, sondern auch bei anderen. Überhaupt kommen viele Mütter zum Schluss «...aber das ist ja eigentlich bei allen Kindern so, gell?»
«Eigentlich so» ist vieles wirklich bei allen Kinder. Es scheint aber, dass gewisse Züge bei Menschen mit Down-Syndrom ausgeprägter zu Tage treten oder länger gehen, als bei anderen. Und dass gewisse Verhaltensformen gehäuft auftreten. Jedoch nie überall; eine Schublade für alle gibt es nicht. Und dann ist ja jegliches Verhalten auch eine Frage des Blickwinkels, aus dem heraus wir es betrachten. Das
hat Mayer Shevin in seinen Versen besonders gut zum Ausdruck gebracht. Diese können sie übrigens auf Seite 35 nachlesen.

Und nun wünsche ich Ihnen Humor, damit Sie die köstlichen Seiten Ihrer Kinder und Jugendlichen würdigen können und viel Geduld und Weisheit für die ...anderen Seiten. Und dass dies nicht nur beim Down-Syndrom nötig ist, sondern auch bei all unseren Lieben ohne dasselbige, haben wir ja längst gemerkt...

Viele freundliche Grüsse

Beata Beer

Laurin
Diese Seite wurde letztmals geändert am 11.02.2010